
Carolin „Caro” Matzko, bürgerlich Carolin Schaller, wurde am 12. August 1979 in Ulm geboren. Als Moderatorin, Journalistin und Autorin ist sie einem breiten Publikum durch ihre langjährige Zusammenarbeit mit Hannes Ringlstetter im BR Fernsehen bekannt. Weniger im Rampenlicht steht ihr Privatleben, das sie bewusst schützt. Doch in Interviews und Podcasts hat Matzko immer wieder offen über ihren Ehemann, ihre Kinder und das Zusammenleben in einer Patchworkfamilie gesprochen.
Rainer Schaller ist Musiker und der Ehemann von Caro Matzko. Er hält sich bewusst aus der Öffentlichkeit heraus. In einem Interview erinnerte sich Matzko mit einem Schmunzeln daran, wie er in den turbulenten Anfangsjahren der „Ringlstetter”-Sendung jede Woche in die Stadt fahren musste, um das Auto abzuholen, das sie nach ausgelassenen Feiernächten stehen gelassen hatte. Aus solchen Alltagsgeschichten spricht das Bild eines Partners, der verlässlich im Hintergrund steht, ohne selbst die Bühne zu suchen.
Matzko und ihr Mann leben in einem kleinen Haus im Umland von München. Zusätzlich erwarben die beiden eine Wohnung in Wien, in einem Bezirk, der damals kaum jemanden interessierte. Dahinter steckte eine klare Überlegung: Wo findet man Kunst, Kultur, guten Wein, Theater und Menschen mit Humor? Die Entscheidung zeigt ein Paar, das trotz Alltagsroutine mit Kind, Hund und Terminkalender bewusst neue Impulse sucht.
Finanziell und persönlich besteht Matzko auf ihrer Eigenständigkeit. „Ich bin wahnsinnig auf Autonomie und Autarkie bedacht. Ich will von niemandem abhängig sein, das gilt für mein ganzes Leben”, betonte sie. Das schließt die Ehe ausdrücklich ein. Für ein Paar aus der Medienbranche ist das eine klare Haltung, die sie öffentlich und ohne Umschweife vertritt.
Caro Matzko hat eine Tochter, geboren 2013. Das Mädchen wächst in einem Haushalt auf, den die Mutter selbst als „Bullerbü” beschreibt: ein gemütliches Haus mit Garten und Hund, das Wärme und Raum für Unsinn bietet. Matzko legt Wert darauf, ihr Kind gestärkt und selbstbewusst aufwachsen zu lassen. In einem Interview beschrieb sie es so: „Jenseits meiner eigenen Bewältigungsstrategien geht es mir heute vor allem darum, meiner Tochter ein gutes Vorbild zu sein und sie gestärkt ins Leben zu schicken.”
Bilder der Tochter postet sie auf Instagram grundsätzlich nur mit unkenntlich gemachtem Gesicht. Der Schutz der Privatsphäre ihres Kindes hat für sie Vorrang vor dem Bedürfnis nach öffentlicher Präsenz.
Matzko hat außerdem einen Sohn, geboren 2004, den sie als ihren Patchworksohn bezeichnet. Er kam durch ihre Beziehung mit Rainer Schaller in die Familie. Patchworkmutter zu werden, war keine bewusste Planung. „Ich habe mich einfach verliebt. Für die Liebe war ich bereit, alle Konflikte durchzugehen”, sagte sie im Podcast „FAMILIE leben”. Heute bezeichnet sie ihn meist einfach als „Sohn” und ist stolz darauf, dass er das Aufwachsen in der Patchworkfamilie selbst als bereichernd empfunden hat. Er habe gesagt, er habe es als positiv erlebt, „weil er einfach mehr Menschen dadurch hat”.
Matzko ist überzeugt, dass eine Trennung das gemeinsame Elternsein nicht zwangsläufig beendet. „Die Paarebene kann vorüber sein; man kann trotzdem noch versuchen, gemeinsam Eltern zu sein”, sagte sie. Das Wichtigste sei, im Interesse der Kinder zu handeln. Diese Haltung lebt sie im eigenen Alltag und spricht auch öffentlich darüber, um anderen Eltern in ähnlichen Situationen Mut zu machen.
Neun Jahre lang stand Matzko gemeinsam mit Hannes Ringlstetter vor der Kamera des BR Fernsehens. 250 Folgen, neun Staffeln, ein Ende am 22. Mai 2025. Den Abschied beschreibt sie nicht als Bruch, sondern als bewussten Ausstieg aus einem Lebensmodell, das ihr zu eng geworden war. Mehr Erfolg, mehr Einkommen, ständiges Wachstum: All das hatte aufgehört, ihr echte Zufriedenheit zu bringen. Sie beschrieb das Gefühl, nur noch für den Erhalt eines Lebensstandards zu arbeiten, den sie sich nicht mehr wünschte.
Als Keynote-Speakerin und freie Moderatorin für Bühnen, Festivals und Veranstaltungen ist Matzko weiterhin aktiv. Im Herbst 2025 erschien ihr zweites Buch „Alte Wut”, in dem sie die Geschichte ihres Vaters aufarbeitet, der als Kind aus Ostpreußen fliehen musste. Das Thema beschäftigt sie seit Jahren und mündete bereits in einer Therapiephase, die ihr half, eigene Muster zu verstehen. Ihr erstes Buch „Size Egal” schrieb sie gemeinsam mit Tanja Marfo über Essstörungen und Schönheitsideale.
